Was ist das / Wie funktioniert es
Eine Solarpumpe ist eine spezialisierte Umwälzpumpe für geschlossene thermische Solarkreisläufe. Sie ist in der Regel als Herzstück in einer thermischen Solarstation (Solarpumpengruppe) verbaut.
Da im Solarkreis Gemische aus Wasser und Propylenglykol zirkulieren und Kollektortemperaturen stark schwanken, müssen Motor, Dichtungen und Laufräder für Medientemperaturen von typischerweise bis zu rund 110 °C Dauerbetrieb und kurzzeitigen Stillstandstemperaturen von bis zu etwa 130 °C ausgelegt sein. Gesteuert wird die Pumpe von einem Solarregler meist über ein drehzahlvariables PWM- oder 0-10V-Signal (High-Efficiency-Solarpumpe).
Wann ist es sinnvoll
Unverzichtbar in jeder Solarthermie-Anlage zur Trinkwassererwärmung oder Heizungsunterstützung.
In der Abgrenzung zu Standard-Heizungspumpen sind Solarpumpen für die höhere Viskosität des Glykol-Wasser-Gemischs und für deutlich höhere Vorlauftemperaturen konstruiert. Zudem unterstützen sie über PWM-Schnittstellen die präzise drehzahlgeregelte Anpassung an die solare Einstrahlung (Matched-Flow-Prinzip), wodurch der Speicher mit maximalem Temperaturhub beladen werden kann.
Worauf achten
Bei Kollektorstillstand (Dampfbildung im Kollektor) darf die Pumpe nicht laufen, um Dampfschläge und Kavitationsschäden an den Laufrädern zu vermeiden; die Solarregelung muss eine entsprechende Stillstandsabschaltung besitzen.
Vor der Inbetriebnahme muss das System mit einer externen Spül- und Befülleinheit vollständig entlüftet werden. Der Anlagendruck muss im kalten Zustand typischerweise auf etwa 2,5 bis 3,5 bar eingestellt werden, um das Sieden des Mediums im Betrieb zu verzögern.
Häufige Fragen
Warum darf keine gewöhnliche Heizungspumpe im Solarkreis eingesetzt werden?
Standard-Heizungspumpen sind weder für hohe Temperaturen von typischerweise über etwa 110 °C noch für zähflüssige Glykolgemische dauerhaft geeignet.
Wie wird die Drehzahl der Solarpumpe geregelt?
Der Solarregler steuert die Pumpe typischerweise über ein elektronisches PWM-Signal stufenlos an.
Welche Drücke herrschen typischerweise im Solarkreis?
Der Betriebsdruck liegt im kalten Zustand typischerweise bei rund 2,5 bis 3,5 bar.
Was geschieht bei Überhitzung der Solaranlage?
Die Regelung schaltet die Pumpe ab; der Solarkreis geht in den Stillstand, bis die Kollektortemperatur wieder sinkt.