Was ist das / Wie funktioniert es
Ein Hauswasserwerk kombiniert eine selbstansaugende Kreiselpumpe, einen mechanischen Druckschalter und einen Membrandruckkessel (typischerweise etwa 20 bis 60 Liter Volumen) auf einem gemeinsamen Trägerrahmen.
Der Druckkessel enthält eine elastische Gummimembran, die das gepumpte Wasser von einem komprimierten Luftpolster (Vordruck typischerweise etwa 1,5 bis 1,9 bar) trennt. Bei Wasserentnahme drückt das Luftpolster zunächst Wasser aus dem Kessel ins Netz, ohne dass die Pumpe sofort anspringt. Erst wenn der Schaltdruck unterschritten wird (typischerweise etwa 1,5 bis 2,0 bar), schaltet der Motor zu und füllt den Kessel bis zum Abschaltdruck (typischerweise etwa 3,5 bis 4,0 bar) wieder auf.
Wann ist es sinnvoll
Hauswasserwerke eignen sich für Haus- und Gartenbesitzer, die Regen- oder Brunnenwasser für WC-Spülungen, Waschmaschinen oder Gartenschläuche nutzen wollen.
In der Abgrenzung zu Hauswasserautomaten (reine Durchflusswächter) verhindert der Druckkessel das ständige Takten der Pumpe bei Kleinstentnahmen, etwa beim Händewaschen oder bei leicht tropfenden Hähnen. Das schont die Elektromotor-Relais und reduziert Stromspitzen. Gegenüber Unterwasserpumpen steht das Aggregat trocken im Haustechnikraum, erfordert aber einen dichten Saugschlauch in den Brunnen.
Worauf achten
Der Luftvordruck im Kessel muss regelmäßig kontrolliert werden (typischerweise etwa einmal jährlich im drucklosen Zustand der Wasserseite), da bei Druckverlust die Membran überdehnt wird.
Die Saugleitung muss vollständig unterdruckdicht sein und mit kontinuierlicher Steigung zur Pumpe verlegt werden. Saugseitig sind ein Fußventil mit Sieb und ein Rückschlagventil Pflicht, damit die Wassersäule beim Abschalten nicht abreißt.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich ein Hauswasserwerk von einem Hauswasserautomaten?
Das Hauswasserwerk besitzt einen Druckspeicherkessel zur Pufferung, während der Automat rein elektronisch bei Durchfluss schaltet.
Wie hoch sollte der Vordruck im Membrankessel sein?
Der Luftvordruck sollte im drucklosen Zustand typischerweise etwa 0,2 bar unter dem Einschaltdruck der Pumpe liegen.
Warum taktet das Hauswasserwerk in kurzen Abständen?
Häufigste Ursache ist ein Verlust des Luftpolsters im Membrankessel oder eine gerissene Gummimembran.
Welche Saughöhe kann physikalisch bewältigt werden?
Die maximale geodätische Saughöhe liegt bei typischerweise etwa 7 bis 8 Metern Wassersäule.