Wasserenthärtung Wasseraufbereitung

Wasserenthärtungsanlagen entziehen hartem Trinkwasser Calcium- und Magnesiumionen im Ionenaustauschverfahren und schützen Installationen vor Kalkschäden.

Was ist das / Wie funktioniert es

Eine klassische Wasserenthärtungsanlage (Kationenaustauscher) besteht aus einer Druckflasche mit Kunstharzkugeln (Austauscherharz) und einem Salzvorratsbehälter.

Fließt hartes Wasser durch das Harz, werden die Härtebildner Calcium und Magnesium an der Harzoberfläche gebunden; im Gegenzug werden unschädliche Natriumionen an das Wasser abgegeben. Ist das Harz erschöpft, regeneriert sich die Anlage vollautomatisch: Eine konzentrierte Kochsalzlösung (Sole) spült die Kalkionen vom Harz in das Abwasser, und das Harz wird wieder mit Natriumionen beladen.

Wann ist es sinnvoll

Besonders sinnvoll in Regionen mit hartem Trinkwasser (ab typischerweise etwa 14 °dH), um Rohrleitungen, Warmwasserspeicher, Armaturen und Haushaltsgeräte vor Verkalkung zu schützen.

In der Abgrenzung zu physikalischen Kalkschutzgeräten entfernt der Ionenaustauscher den Kalk nachweisbar chemisch aus dem Wasser. Das weiche Wasser reduziert den Waschmittel- und Seifenverbrauch typischerweise um bis zu 50 Prozent und verhindert Kalkflecken in Bad und Dusche.

Worauf achten

Das Wasser sollte aus Korrosionsschutzgründen nicht auf 0 °dH enthärtet werden; über ein integriertes Verschneideventil wird eine empfohlene Resthärte von typischerweise etwa 6 bis 8 °dH eingestellt.

Die Anlage muss über eine DVGW-Zertifizierung nach DIN EN 14743 verfügen, die den hygienischen Betrieb mit automatischer Harzdesinfektion garantiert. Als Regeneriersalz dürfen nur hochreine Siedesalztabletten nach EN 973 Typ A eingefüllt werden.

Häufige Fragen

Ab welchem Härtegrad lohnt sich eine Enthärtungsanlage?

Fachverbände empfehlen den Einbau typischerweise ab dem Härtebereich hart (mehr als 14 °dH deutscher Härte).

Schmeckt enthärtetes Wasser salzig?

Nein, das Wasser schmeckt nicht salzig; der Natriumgehalt steigt typischerweise nur geringfügig im Rahmen der Grenzwerte der Trinkwasserverordnung.

Welche Resthärte sollte eingestellt werden?

Im Wohnbereich wird über das Verschneideventil typischerweise ein Härtegrad von etwa 6 bis 8 °dH empfohlen.

Wie viel Salz verbraucht eine Enthärtungsanlage?

Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht je nach Rohwasserhärte typischerweise rund 50 bis 100 kg Regeneriersalz pro Jahr.

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