Was ist das / Wie funktioniert es
Ein Vertikalheizkörper (auch Paneel- oder Vertikalradiator) nutzt die Raumhöhe anstelle der Raumbreite. Bei Bauhöhen von typischerweise rund 1600 bis 2200 mm weisen sie schlanke Baubreiten von typischerweise nur etwa 300 bis 600 mm auf.
Sie bestehen aus vertikal angeordneten Flachpaneelen oder Rundrohren aus Qualitätsstahl. Das Heizwasser durchströmt die aufstrebenden Kanäle, wobei die Wärme über Strahlung und Konvektion abgegeben wird. Die hydraulische Anbindung erfolgt meist über einen 50-mm-Mittelanschluss an der Unterseite.
Wann ist es sinnvoll
Gut geeignet für Räume mit geringem horizontalen Wandplatz, etwa neben bodentiefen Fenstern, in Küchen, schmalen Dielen oder Badezimmern.
In der Abgrenzung zu horizontalen Flachheizkörpern bieten Vertikalheizkörper dieselbe Wärmeleistung auf minimaler Stellbreite. Gegenüber einfachen Handtuchwärmern können Vertikalheizkörper durch mehrlagige Bautypen (Typ 20, 21 oder 22) deutlich höhere Wärmeleistungen (typischerweise bis über 2000 Watt) für große Wohnräume bereitstellen.
Worauf achten
Wegen der großen Höhe und des Schwerpunkts wirken erhebliche Hebelkräfte auf die Wandbefestigung; die Dübelung muss auf die Beschaffenheit des Mauerwerks ausgelegt sein.
Um kalte Zonen im oberen Bereich zu vermeiden, muss der Heizkörper vor der Inbetriebnahme sorgfältig über das obere Entlüftungsventil entlüftet werden.
Häufige Fragen
Welche Bauhöhen sind bei Vertikalheizkörpern üblich?
Gängig sind Höhen von typischerweise 1600, 1800, 2000 und bis zu etwa 2200 mm.
Wie wird ein Vertikalheizkörper angeschlossen?
Die meisten Modelle verfügen über einen eleganten 50-mm-Mittelanschluss an der Unterkante.
Können Vertikalheizkörper auch Handtuchhalter aufnehmen?
Ja, viele Hersteller bieten aufsteckbare Handtuchbügel aus verchromtem Edelstahl als Zubehör an.
Gibt es Vertikalheizkörper mit glatter Front?
Ja, plane Paneel-Ausführungen bieten eine vollständig glatte Sichtfront für minimalistische Wohnraumgestaltung.