Was ist das / Wie funktioniert es
Ein Elektro-Badheizkörper gleicht äußerlich einem herkömmlichen Sprossen-Handtuchheizkörper, ist jedoch werkseitig mit einem frostsicheren Wärmeträgermedium (Wasser-Glykol-Gemisch) befüllt und hermetisch verschlossen.
Im unteren Sammelrohr ist eine elektrische Heizpatrone eingeschraubt. Über ein elektronisches Bedienteil oder ein Funkthermostat kann die Raumtemperatur zeitgesteuert oder per Schnellaufheizung (Boost-Funktion für typischerweise rund 60 bis 120 Minuten) geregelt werden. Das Heizelement erwärmt die Flüssigkeit, die durch natürliche Thermosiphon-Zirkulation im Heizkörper aufsteigt und Wärme abgibt.
Wann ist es sinnvoll
Sehr gut geeignet für Bäder ohne Warmwasser-Heizungsrohre, für Dachgeschossausbauten, Gäste-WCs oder als autarke Komfortheizung in der heizfreien Sommerzeit.
In der Abgrenzung zu wassergeführten Badheizkörpern entfallen Rohrleitungsverlegung, hydraulischer Abgleich und Entlüftungsaufwand vollständig; es genügt eine Steckdose oder ein Wandauslass. Gegenüber einfachen Heizlüftern bietet der Sprossenkörper gleichmäßige Strahlungswärme und die Möglichkeit, feuchte Handtücher sicher zu trocknen.
Worauf achten
Im Badezimmer müssen die elektrischen Schutzbereiche nach DIN VDE 0100-701 beachtet werden (Schutzart typischerweise mindestens IPX4 bei Montage in Schutzbereich 2).
Die Anschlussleistung der Heizpatrone (typischerweise etwa 300 bis 1000 Watt) muss zur Raumgröße und zum Heizkörpervolumen passen. Ein Heizelement mit digitaler Wochenprogrammierung und Fenster-Offen-Erkennung hilft, unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden.
Häufige Fragen
Muss ein Elektro-Badheizkörper mit Wasser befüllt werden?
Nein, reine Elektrogeräte werden typischerweise bereits ab Werk mit Wärmeträgerfluid betriebsbereit geliefert.
Darf der Heizkörper in der Nähe der Dusche montiert werden?
Mit Schutzklasse IPX4 (spritzwassergeschützt) ist die Montage typischerweise im Schutzbereich 2 ab 60 cm von der Wanne zulässig.
Wie viel Strom verbraucht ein Handtuchwärmer im Betrieb?
Bei einer Leistung von typischerweise 500 Watt und 2 Stunden Betrieb am Tag liegt der Verbrauch bei etwa 1 kWh täglich.
Was bewirkt die Boost-Funktion?
Sie schaltet den Heizkörper für typischerweise etwa 60 bis 120 Minuten auf volle Leistung zum raschen Vorwärmen.